Krebsvorsorge

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung

Im Rahmen der von den gesetzlichen Krankenkassen vorgesehenen Krebsvorsorge erfolgt jährlich eine Tastuntersuchung der Brust und der inneren Geschlechtsorgane mit Entnahme eines Krebsvorsorgeabstrichs vom Muttermund. Ab dem 49. Lebensjahr ist zusätzlich eine Tastuntersuchung des Enddarms und  eine Untersuchung des Stuhls auf Blut vorgesehen.

Ultraschall der inneren Geschlechtsorgane und des gesamten Unterbauchs

Zusätzliche Sicherheit im Rahmen der Krebsvorsorge bietet eine Ultraschalluntersuchung der inneren Geschlechtsorgane und des gesamten Unterbauchs, die Veränderungen der inneren Organe sichtbar macht, bevor diese tastbar sind. Hierbei handelt es sich um eine medizinisch sinnvolle IGEL-Leistung.

Ultraschalluntersuchung der Brust

Eine weitere medizinisch sinnvolle IGEL-Leistung ist die Ultraschalluntersuchung der Brust. Hierbei können Veränderungen der Brust gesehen werden, die in manchen Fällen weder bei der Tastuntersuchung der Brust noch bei der Mammographie festgestellt werden können, weshalb der Brustultraschall eine wichtige und auch strahlen- sowie schmerzfreie Ergänzung zu diesen Untersuchungen darstellt. Aber auch bei tastbaren Veränderungen der Brust oder bei Auffälligkeiten in einer Mammographie liefert eine Ultraschalluntersuchung der Brust weitere Hinweise auf die Frage der Gut- oder Bösartigkeit eines Tumors. Besonders wichtig ist eine Ultraschalluntersuchung der Brust ferner bei sehr dichtem Drüsengewebe der Brust.

labortechnische Testverfahren

Die diagnostische Durchführung eines speziellen Krebsvorsorgeabstrichs, der sogenannten Dünnschichtzytologie, erhöht die Chance der Früherkennung eines Gebärmutterhalskrebses um ca. 18 % und bietet damit die Möglichkeit einer frühzeitigeren Behandlung, im Zweifel auch im Fall einer erst beginnenden Krebserkrankung. Diese spezielle Untersuchung ist eine IGEL-Leistung, die in vielen europäischen Ländern und auch den USA bereits zu den Standarduntersuchungen gehört.

Eine weitere Erhöhung der Sicherheit im Rahmen der Gebärmutterhalskrebsvorsorge kann mit einem speziellen Abstrich zum Ausschluss einer HPV-Infektion erreicht werden. Diese Untersuchung im Rahmen der IGEL-Leistungen ist besonders wichtig, weil HPV-Viren bereits in jungen Jahren nicht nur ungefährliche Feigwarzen, unter anderem im Genitalbereich, sondern auch Gebärmutterhalskrebs auslösen können.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung der Krebsvorsorge im Rahmen der IGEL-Leistungen stellt der kombinierte immunologisch-enzymatische Stuhltest dar, durch den bei Darmkrebs schon in einem sehr frühen Stadium ein Hinweis hierauf erfolgen kann.

Durch ein anderes immunologisches Urin-Testverfahren kann Harnblasenkrebs, dessen Symptome sich regelmäßig erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium bemerkbar machen, bereits im Frühstadium erkannt werden. Besonders harnblasenkrebsgefährdet sind Raucherinnen und Personen, die oft Kontakt mit bestimmten chemischen Stoffen haben, so etwa berufsbedingt Hairstylistinnen, weshalb gerade für diese Frauen diese IGEL-Leistung besonders wichtig ist.